Mandanten-Informationen 2-2021

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Umsatzsteuer: Neuregelungen für Onlinehändler und -marktplätze ab 01.07.2021

Mit dem JStG 2020 hat die Bundesregierung Änderung des Umsatzsteuersteuergesetz (UStG) beschlossen. Damit wird das UStG an das EU-Recht, die EuGH-Rechtsprechung sowie die Rechtsprechung des BFH angepasst. In diesem Zusammenhang ergaben sich weitreichende Änderungen für Online-Marktplätze und Onlinehändler (sog. „e-Commerce-Paket“).

Die für Online-Marktplätze und Onlinehändler relevanten Neuregelungen sollten ursprünglich zum1.1.2021 in Kraft treten. Sie sind jedoch als Teil des E-Commerce-Pakets, dessen Verschiebung aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf EU-Ebene bereits beschlossen wurde. Die Neuregelungen im E-Commerce werden zum 1.7.2021 in Kraft treten.

Infolge der Änderungen müssen sich Onlinehändler vor allem auf die Neuregelung der für die Ortsbestimmung eines Versandhandelsumsatzes maßgebende Schwellen einstellen. Die bisherigen länderspezifischen Lieferschwellen werden gestrichen und durch eine EU-einheitliche Geringfügigkeitsschwelle in Höhe von 10.000,00 EUR pro Jahr ersetzt. Gleichzeitig sollen Fernverkäufe (zuvor als Versandhandel bezeichnet) an private Endabnehmer im besonderen Besteuerungsverfahren „One-Stop-Shop“ (OSS) gemeldet werden können.

Bereits ab dem 01.04.2021 können sich Unternehmen beim zuständigen Bundezentralamt für Steuern (BZST) für das OSS-Verfahren registrieren.

Seit dem 01.01.2019 könne Online-Marktplätze nach § 25e Abs. 1 UStG in Haftung genommen werden, wenn Onlinehändler auf ihrer Plattform waren vertreiben, ohne hierfür Umsatzsteuer im Inland abzuführen. Der Online-Marktplatz kann von der Haftung ausgenommen werden, in dem der Onlinehändler eine Erfassungsbescheinigung nach § 22 f Abs. 1 Satz 2 UStG vorhält. Die Regelung zur Marktplatzhaftung wurde durch das JSTG 2020 deutlich verschärft. Durch § 3 Abs. 3a UStG wird in bestimmten Fällen ein Reihengeschäft zwischen Onlinehändler, elektronischer Schnittstelle (z.B. Online-Marktplatz) und Endkunde fingiert.

Das JSTG 2020 sieht zudem ein besonderes System zur Erhebung von Einfuhrumsatzsteuer auf Sendungen mit einem Höchstwert von 150,00 EUR sowie die Abschaffung der Steuerbefreiung für Kleinbetragssendungen bis 22,00 EUR aus Drittland (§ 1a EUStBV) vor.

Für Online-Marktplätze und Onlinehändler resultiert aus den Neuregelungen durch das JStG 2020 ab 01.07.2021 ein enormer Handlungsbedarf. Sie werden ihre Prozesse überdenken und an die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen anpassen müssen. Bitte sprechen Sie uns an, um Ihr Unternehmen auf die neuen Anforderungen vorzubereiten.


Sonderrundschreiben Sicherheitslücke Exchange-Server

In der Mitteilung des Bundesamts für Sicherheit (BSI) vom 08. März 2021 wird darauf hingewiesen, dass mehrere Schwachstellen des Microsoft Exchange Servers identifiziert wurden. Die Warnung wurde vom BSI mit der Warnstufe vier versehen, welche für „extrem kritisch“ steht. Weitere Informationen erhalten Sie im angefügten Dokument.

Handlungsbedarf_Microsoft Exchange Server_10.03.2021.pdf

Cyber-Security Newsletter 01-2021

Die digitale Transformation bietet neue Chancen aber auch Risiken. Als interdisziplinäre Kanzlei haben wir unser Leistungsspektrum noch einmal erweitert. Mit unserem heutigen Newsletter informieren wir Sie über die aktuelle Lage der Cyber-Sicherheit. Darüber hinaus zeigen wir Ihnen auf, wie Sie Ihr Unternehmen gegen Cyber-Angriffe zukünftig noch besser schützen können.

Newsletter_2021_Nr. 1_Cyber-Security.pdf

Mandanten-Informationen 01-2021

Über folgende Themen berichten wir in dieser Ausgabe der Mandanten-Information:

  • Abzug von Sponsoringaufwendungen einer Freiberufler-Praxis, BFH, Urteil v. 14.7.2020 - VIII R 28/17
  • Warnung vor Betrugsversuch im Zusammenhang mit Corona-Hilfen, EU-Kommission, Pressemitteilung v. 23.11.2020
  • Zahlung von Verwarnungsgeldern als Arbeitslohn, BFH, Urteil v. 13.8.2020 - VI R 1/17
  • kein Betriebsausgabenabzug für das Erststudium, BFH, Urteil v. 16.6.2020 - VIII R 4/20 (VIII R 49/11)
  • Konkretisierung des räumlich-funktionalen Haushaltsbegriffs des § 35a EStG, BFH, Urteil vom 13.5.2020 - VI R 4/18
  • neue Entscheidungen zum Abzug von Prozesskosten, BFH, Urteile vom 13.8.2020 - VI R 15/18 (Umgangsrechtsstreit) und VI R 27/18 (Arzthaftung, Umgangsrecht und Kindesunterhalt)
  • Verlängerung des Förderzeitraums beim Baukindergeld, KfW
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Mandantenrundschreiben Ausgabe 4/2019

Gesellschaftsdarlehen, Gewerbesteuerkürzung, Festsetzung von Zinsen u.v.m

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Mandanten­rund­schreiben Ausgabe 3/2019

Briefkastenanschrift des Rechnungsempfängers, Dienstwagen und Minijob u.v.m.

Mandanten-Information 3-2019.pdf

Mandanten­rund­schreiben Ausgabe 4/2019

Ausfall von Gesellschafterdarlehen, Erweiterte Kürzung bei Grundstücksunternehmen u.v.m.

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Mandanten­rund­schreiben Ausgabe 2/2019

Sonderausgaben, KFZ-Besteuerung

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Mandanten-Merkblatt: Rechte und Pflichten eines GmbH-Geschäftsführers

Verträge zwischen GmbH und Geschäftsführer, Rechte aus dem Anstellungsvertrag, Sozialversicherungsrechtliche Pflichten, u.v.m.

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