Änderungen im Bereich der Umsatzsteuer

Auf Basis der aktuellen BMF Schreiben haben wir die Neuregelungen zu den Änderungen der Umsatzsteuersatzes im angefügten Dokument kompakt und verständlich zusammengefasst.


KBV - Grundsätzlich kein Kurzarbeitergeld für Vertrgspraxen

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat in einem Beitrag vom 27.04.2020 bekannt gegeben, dass Vertragsärzte und -psychotherapeuten grundsätzlich keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld (KUG) der Bundesagentur für Arbeit haben.

Hintergrund seien die im März beschlossenen Ausgleichszahlungen für Vertragsärzte und- psychotherapeuten. Infolge der Ausgleichszahlungen fehle Anspruchsberechtigung für das KUG, so die KBV.

Dies gilt jedoch nicht, soweit Praxen infolge ausbleibender Privatpatienten existenzgefährdende Umsatzeinbußen erleiden, da diese Einnahmeausfälle nicht durch die Ausgleichzahlungen kompensiert werden. In diesen Fällen könne - vorbehaltlich einer Prüfung durch die Bundesagentur für Arbeit - weiterhin KUG beantragt werden.

Welche Folgen die Weisung der KBV für Praxen hat, die bereits für die Monate März & April 2020 Kurzarbeit angemeldet und KUG abgerechnet haben, ist noch unklar.

Wir halten Sie an dieser Stelle informiert und stehen Ihnen gerne für weitere Rückfragen als Ansprechpartner zur Verfügung.


Corona-Hilfe: Pauschalierte Herabsetzung bereits in 2019 geleisteter Vorauszahlungen

Nach dem Beschluss der Bundesregierung vom 22.04.2020 sowie dem Schreiben des Bundesfinanzministers an die Berufskammern vom 23.04.2020 hat das Bundesfinanzministerium mit seinem BMF-Schreiben vom 24.04.20 konkret zur pauschalierten Herabsetzung von in 2019 geleisteter Vorauszahlungen Stellung genommen.

Bei der Herabsetzung von geleisteten Steuervorauszahlungen für 2019 handelt es sich um eine Rückerstattung im Stundungswege. Die Stundung wird u.a. davon abhängig gemacht, ob für das Jahr 2020 infolge der Auswirkungen durch das Corona-Virus ein Verlust erwartet wird. Wird in 2020 tatsächlich ein Verlust realisiert, entfällt eine Rückzahlung des gestundeten Betrages. Andernfalls muss der herabgesetzte Betrag zurückgezahlt werden.

Alle Einzelheiten zu dem dieser weiteren steuerlichen Hilfsmaßnahme finden Sie hier.

Für Fragen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


Weitere Liquiditätshilfen für Handel, Kultur und kleine Unternehmen

In einem Schreiben an die Industrie- und Handelskammern, sowie der Handwerks- und Steuerberaterkammern vom 23.04.2020 hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz Einzelheiten zu den Liquiditätshilfen bekannt gegeben, die die Bundesregierung am 22.04.2020 beschlossen hat.

Insbesondere hat der Finanzminister nochmal auf die Senkung des Umsatzsteuersatzes auf 7% für Speisen in der Zeit vom 01.07.2020 bis 30.03.2020 aufmerksam gemacht. Wir verweisen insoweit auf unseren Beitrag vom 23.04.2020.

Darüber hinaus hat der Bundesfinanzminister erste Details hinsichtlich der Rückerstattung von in 2019 geleisteter Steuervorauszahlungen bekannt gegeben. Auch hierüber hatten wir in unserem Beitrag vom 23.04.2020 erste Informationen veröffentlicht.

Die Liquiditätshilfe sieht vor, dass Unternehmen, die aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 voraussichtlichen einen Verlust erwirtschaften, einen Teil der in 2019 geleisteten Steuervorauszahlungen zurückerhalten können. Betragsmäßig soll die Rückerstattung auf 15% des Jahresvorauszahlungen 2019; max. auf 150.000 EUR bzw. 300.000 EUR im Fall einer Zusammenveranlagung begrenzt sein. Sollte sich später herausstellen, dass in 2020 tatsächlich Gewinne erwirtschaftet werden konnten, ist diese Liquiditätshilfe wieder zurückzuzahlen. Solange das Unternehmen jedoch Verluste erwirtschaftet, muss nicht zurückerstattet werden. Die Verrechnung soll im Rahmen der Abgabe der Steuererklärungen 2020 überprüft werden.

Zu dem genauen Ablauf dieser weiteren Liquiditätshilfe hat das Bundesfinanzministerium auf seiner Internetseite ein BMF-Schreiben angekündigt, das in Kürze veröffentlicht werden soll. Wir werden Sie an dieser Stelle informieren, sobald über das BMF-Schreiben konkrete Einzelheiten über die Inanspruchnahme der neuen Liquiditätshilfe bekannt werden. Darüber hinaus steht Ihnen unser Team von RFW selbstverständlich auch für Rückfragen zur Verfügung.

 

 


Corona: NRW Soforthilfe 2020 - Verdachtsfälle auf Subventionsbetrug

Die Staatsanwaltschaft Essen geht nach eigenen Angaben in bisher acht Fällen dem Veracht auf Subventionsbetrug in Fällen der NRW Soforthilfe 2020 nach. Den Ermittlungen seien Anzeigen von Banken vorausgegangen, in denen die Staatsanwaltschaft über "unplausible Eingänge von Hilfsgeldern von Konten von Kunden" informiert wurde.

Trotz einer Masse von mehr als 350.000 bewilligten Anträge zeigen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, dass die Anträge in begründeten Einzelfällen einer genauen Prüfung unterzogen werden. Anträge auf die NRW Soforthilfe 2020 sollten daher nur gestellt werden, wenn Sie zum berechtigten Personenkreis zählen und die sachlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Im Einzelnen erhalten Sie auf der Homepage des Wirtschaftsministeriums NRW nähere Informationen zu dem Zuschussprogramm der Landesregierung.

Sofern Sie zur NRW Soforthilfe 2020 Fragen haben, stehen Ihnen die Steuerberater und Mitarbeiter in unserer Kanzlei gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.


Der Koalitionsausschuss der Bundesregierung beschließt weitere Hilfen zur Bekämpfung der Corona-Krise

Der Ausschuss der Großen Koalition hat am 22.04.2020 weitere Hilfen zur Bekämpfung und Eindämmung wirtschaftlicher Schäden infolge der Auswirkungen durch das Coronavirus beschlossen.

So soll u.a. das Kurzarbeitergeld (KUG) schrittweise in Abhängigkeit zur Bezugsdauer angehoben werden. Voraussetzung für die Anhebung ist, dass der Arbeitsausfall mindestens 50% von der regulären Arbeitszeit beträgt. Ist dies erfüllt, soll sich der KUG-Satz für die ersten drei Monate - wie bisher - auf 60% bzw. 67% belaufen. Ab dem 4. Monat soll der Satz auf 70% bzw. 77% und ab dem 7. Monat auf 80% bzw. 87% angehoben werden.

Außerdem hat sich die Bunderegierung auf die einheitliche Anwendung des ermäßigten Steuersatzes für die Gastronomie verständigt. Demnach soll der Steuersatz für die Abgabe von Speisen im Zeitraum vom 01.07.2020 bis 30.06.2021 auf 7% gesenkt werden. Dies gilt unabhängig davon, ob die Speisen vor Ort im Restaurant oder „außer Haus“ verzehrt werden. Bisher galt der ermäßigte Steuersatz ausschließlich für den Verzehr von Gerichten, die der Gast mitnimmt bzw. nach Hause bestellt.

Kleine und mittelständische Unternehmen sollen zudem ihre zu erwartenden Verluste bereits mit geleisteten Steuervorauszahlungen aus dem Jahr 2019 verrechnen dürfen. Unter welchen Voraussetzungen von dieser steuerlichen Verlustverrechnung konkret Gebrauch gemacht werden kann, ist allerdings noch unklar und bleibt abzuwarten.


Wirtschaftsförderung für den Mittelstand

Am 3. April 2020 ist eine modifizierte Richtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows für Corona-betroffene Unternehmen in Kraft getreten.

Ab sofort können Sie einen Antrag für Beratungen, die bis zu einem Beratungswert von 4.000,00 Euro für Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließlich Freiberufler ohne Eigenanteil gefördert werden, beim BAFA stellen.

Nähere Informationen – insbesondere zur Antragstellung – entnehmen Sie bitte dem Merkblatt für Corona betroffene Unternehmen, welches Sie hier finden.

Unser Beratungsgesellschaft RFS IT GmbH besitzt alle erforderlichen Qualifikationen und Anforderungen für eine Unterstützung Ihres Unternehmens.

Die zunehmende Digitalisierung der Geschäftsprozesse und die damit verbundenen stetig steigenden Anforderungen an die IT stellen Unternehmen vor immer größere Herausforderungen.

In Zeiten des Corona Virus stehen die Optimierung von Homeoffice-Anbindungen und damit im Zusammenhang stehende IT-Security Anforderungen Unternehmen vor nennenswerte Herausforderungen.

Wir unterstützen Sie bei der Analyse, Bewertung und Entscheidungsfindung von IT-Projekten und entwickeln individuelle Lösungen für Ihr Unternehmen, so dass tragfähige Digitalisierungslösungen auch nach der Corona Krise Anwendung finden können.

Kommen Sie gerne auf uns zu.

Kontakt: www.rfs-it.de


Fristverlängerung für die Lohnsteuer März 2020 bzw. das 1. Quartal 2020

Die Finanzverwaltung NRW erweitert ihr steuerliches Hilfspaket aufgrund der Auswirkungen auf das Coronavirus nun auch auf die Lohnsteuer.

Für am 10.04.2020 fällig werdende Lohnsteuerbeträge für März 2020 bzw. das 1. Quartal 2020 gewährt die Finanzverwaltung NRW auf Antrag eine Fristverlängerung bis zum 10.06.2020. Hier finden Sie weitere Informationen der Finanzverwaltung NRW zum Antragsverfahren bzgl. der Lohnsteuer.

Bei Fragen steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte sprechen Sie uns an!

 

 


Corona-Krise ermöglicht steuerfreie Sonderzahlungen an Beschäftigte

Laut Pressemitteilung des BMF vom 03.04.2020 können Arbeitgeber Ihren Beschäftigten einen Betrag von bis zu 1.500,00 EUR p.a. steuer- und sozialversicherungsfrei auszahlen.

Voraussetzung für die Steuer- & Sozialversicherungsfreiheit ist, dass die Sonderzahlung in der Zeit vom 01.03.2020 bis 31.12.2020 und zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn ausgezahlt wird. Die Sonderzahlung kann dabei auch als Sachbezug ausgegeben werden.

Andere Steuerbefreiungen oder -Erleichterungen sollen von der corona-bedingten Sonderregelung unberührt bleiben.

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie weitere Einzelheiten zu diesem Thema erfahren möchten!

 


NRW-Soforthilfe 2020 durch Covid19 - Endlich da!

Der Bund und das Land NRW geben konkrete Details zur Ausgestaltung der Soforthilfe für Solo-Selbständige und Kleinstunternehmen bekannt. Das Land NRW hat demnach den Vorschlag des Bundes vollumfänglich übernommen. Zusätzlich hat das Land  NRW die Soforthilfe noch um die Gruppe der Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erweitert. Die Anträge können ab kommenden Freitag, 27.03.2020 im elektronischen Verfahren gestellt werden. Weitere Informationen rund um das Thema NRW Soforthilfe 2020 finden Sie hier.

Unser Team von RFW unterstützt Sie bei der Inanspruchnahme der NRW Soforthilfe 2020! Wir begleiten Sie von der Prüfung der Anspruchsberechtigung, über die Vorbereitung der erforderlichen Unterlagen bis hin zum Stellen des Antrag bei den Bezirksregierungen.


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